Aktuelles » Aktuelle Mitteilungen » AWO gegen Altersarmut 2016-11-25

AWO gegen Altersarmut

Bundeskonferenz beschließt Forderungskatalog        

Am heutigen ersten Tag der Bundeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) haben die fast 450 Delegierten zwei wegweisende Beschlüsse zum Thema Alterssicherung gefasst. Diesbezüglich wird sich der AWO-Bundesverband für eine effektive und nachhaltige Strategie zur Prävention und Bekämpfung von Altersarmut einzusetzen. Fest steht, dass Altersarmut nur durch frühzeitige, vorbeugende Maßnahmen verhindert werden kann. „Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf im Alter nicht zum Sozialamt geschickt werden. Die Menschen haben ein Recht auf eine Rente, die einen guten Lebensstandard sichert. Und das muss auch für zukünftige Rentnergenerationen gelten“, stellt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler klar. Hierzu ist ein Maßnahmenpaket erforderlich, das u. a. die folgenden drei Ziele verfolgt:

1. Höhere Rentenansprüche für Beschäftigte
Beschäftigte benötigen die Möglichkeit höhere Rentenansprüche zu erwerben. Deshalb setzt sich die AWO ein gegen prekäre Beschäftigungsformen, für bessere Löhne bei einer sogenannten Niedriglohnbeschäftigung, die Einbeziehung von Selbständigen ohne Alterssicherung sowie höhere Rentenbeiträge bei (Langzeit-) Arbeitslosigkeit, Kindererziehung und Pflege.  

2. Rentenniveau verbessern
Der AWO Bundesverband setzt sich für eine Verbesserung des Rentenniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung ein. Damit die gesetzliche Rente langfristig wieder ein lebensstandardsicherndes Niveau gewährleisten kann, muss die Rentenanpassungsformel so verändert werden, dass das Rentenniveau nicht weiter abgesenkt sondern schrittweise wieder erhöht wird.

3. Bessere Anerkennung von Lebensleistungen
Wer Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat, muss eine Rente bekommen, die über dem Grundsicherungsniveau liegt. Deshalb setzt sich die AWO für eine bessere Anerkennung von Lebensleistungen im gegenwärtigen System aus Rentenversicherung und Grundsicherung ein, damit alle Versicherten, die Vorleistungen zur Rentenversicherung erbracht haben, über ein Alterseinkommen oberhalb des Grundsicherungsniveaus verfügen.

Pressemitteilung | 05.11.16 | Mona Finder
Quelle: www.awo-informationsservice.org