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Chronik der Arbeiterwohlfahrt in Neuwied

Jahr Geschichte
1921 Die Arbeiterwohlfahrt gründet – neben Andernach, Mayen und Oberstein - in Neuwied einen Ortsausschuss.
Die Arbeiterwohlfahrt gliedert sich zu diesem Zeitpunkt in:
Hauptausschuss, Bezirks-, Kreis- und Ortsausschüsse. Zuständig für Neuwied ist der Bezirksausschuss Oberrhein in Köln. Die Ortsausschüsse beschäftigen sich in diesen ersten Jahren mit der Sammlung und Verteilung von Geld, Lebensmitteln und Kleidungsstücken. Sie errichten Nähstuben und organisieren und führen Erholungsverschickung von Kindern sowie der Beratung und Mitarbeit in der öffentlichen Wohlfahrtspflege und der Gerichtshilfe für Jugendliche durch.
1924 Marie Juchacz und Jupp Füllenbach gründen gemeinsam mit 31 weiteren Gründungsmitgliedern am 9. Mai 1924 die Arbeiterwohlfahrt Ortsgruppe Neuwied.
1926 Die Arbeiterwohlfahrt übernimmt im Januar nach der Hochwasserkatastrophe in Neuwied die Vermittlung von Unterkünften für Kinder und alte Menschen.
1928 Die Ortsvereine Feldkirchen (September) und Niederbieber/ Oberbieber (Oktober) werden gegründet. Der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Neuwied wird im November gegründet. 1. Vorsitzender wird Jupp Füllenbach.
1933 Verbot der Arbeiterwohlfahrt durch die Nationalsozialisten im gesamten Reichsgebiet.
ab 1933 Ehemalige Vorstandsmitglieder der Arbeiterwohlfahrt Ortsgruppe Neuwied organisieren die Flucht von politisch Verfolgten aus der Region Neuwied nach Frankreich.
1946

Nach seiner Heimkehr aus Asyl und Inhaftierung durch die Nationalsozialisten gründet Jupp Füllenbach im Januar 1946 die Arbeiterwohlfahrt Neuwied erneut. Bürgermeister Schweizer ebnete dafür den Weg bei der Militärregierung. Die Arbeiterwohlfahrt richtet Volksküchen ein, führt Kinderspeisungen durch und organisiert Brennstoffe.

Ab dem 17. Februar 1946 tagen die Helferkreise der Arbeiterwohlfahrt Neuwied permanent und bilden mit den Vertretern der anderen karitativen Verbände den städtischen Wohlfahrtsausschuss. Im Februar werden insgesamt 2112 Kinder beköstigt und 2500 Personen in Volksküchen versorgt. Der Ortsausschuss richtet eine Schuhreparaturwerkstätte ein, die für mehrere Jahre aufrechterhalten wird.

Am 7. Juli 1946 findet die erste Kreiskonferenz in Neuwied statt.

ab 1947 Die Arbeiterwohlfahrt in Neuwied engagiert sich im Bereich der Nachbarschaftshilfe, unterhält Nähstuben, organisiert Kinderverschickungen und organisiert Weihnachtsfeiern.
1948 Die Arbeiterwohlfahrt Neuwied führt die erste Stadtranderholung für Kinder aus Neuwied und Umgebung durch. Sie organisiert Hilfen für Flüchtlinge sowie die Verteilung der Auslandsspenden.
1949 Im Februar 1949 kommt Marie Juchacz aus US-amerikanischem Asyl zurück und wohnt einige Jahre in Weißenthurm.
1953 Auf der in Neuwied stattfindenden Bezirkskonferenz der Arbeiterwohlfahrt wird Jupp Füllenbach zum Bezirksvorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt gewählt. Das Amt übernimmt er bis zum Jahr 1967.
1958 Die Arbeiterwohlfahrt nimmt am 15. Juli 1958 eine Kindererholungsstätte in Wollendorf (Feldkirchen) in Betrieb.
1960 Die Arbeiterwohlfahrt nimmt am 6. August 1960 das neu gebaute Altenheim in Neuwied in Betrieb.
1966 Jupp Füllenbach wird für seine Verdienste in der Arbeiterwohlfahrt vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen.
1967

Die Arbeiterwohlfahrt Neuwied führt im Jahr 1967 245 Kurmaßnahmen für Kinder, Mütter und alte Menschen durch.

Zum Kreisverband Neuwied (Vorsitzender: Jupp Füllenbach) gehören die die Ortsvereine:
Neuwied (Vorsitzender: Jupp Füllenbach), Engers (Vorsitzender: Franz Wagner), Fahr (Vorsitzender: Günther Höhler), Irlich (Vorsitzender: Gotthard Zimmermann), Leutesdorf (Vorsitzende: Anna Mehren), Linz (Vorsitzender: Heinrich Ries), Niederbieber-Segendorf (Vorsitzender: Leonard Weis), Oberbieber (Vorsitzender: Otto Thran), Feldkirchen (Vorsitzender: Karl Thran), Bad Hönningen (Vorsitzender: Eugen Munz) und Unkel (Vorsitzende: Herta Dünnwald)

1968

Gründung der AWO Ortsvereine Puderbach, Anhausen und Dierdorf. Weitere Ortsvereine  stehen vor der Gründung.

Rund 160 Kinder aus Neuwied und Umgebung nehmen an der Stadtranderholung der Arbeiterwohlfahrt teil, die unter der Leitung von Anneliese Prager steht und im AWO Kinderhort durchgeführt wird.

Jupp Füllenbach verstirbt am 8. September 1968 in Neuwied.

1971 In Melsbach wird ein neuer Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt unter dem Vorsitzenden Hermann Pinhammer gegründet.
1977 Die Arbeiterwohlfahrt betreut im Kreis Neuwied mittlerweile 6 Altenbegegnungsstätten.
Für ca. 4000 bis 5000 kranke und alte Menschen im Kreis organisiert die Arbeiterwohlfahrt weihnachtliche Veranstaltungen.

Die AWO Ortsvereine Block, Heimbach und Niederbreitbach werden gegründet.
1978 Der Kreisverband übernimmt die Entsendestelle für die Erholungsmaßnahmen für Kinder und Senioren vom AWO Ortsverein Neuwied.
1980 Zum Kreisverband Neuwied gehören die die Ortsvereine:
Neuwied (Vorsitzender: Siegfried Schuh), Engers (Vorsitzender: Hans Trees), Irlich (Vorsitzender: Stephan Weber), Leutesdorf (Vorsitzende: Christel Protz), Linz (Vorsitzende: Sybille Rothbrust), Niederbieber (Vorsitzender: Otto Hellbrück), Oberbieber (Vorsitzender: Leo Bosch), Feldkirchen (Vorsitzender: Kurt Sager), Heimbach-Weis (Vorsitzender: Richard Drees), Melsbach ( Vorsitzender: Hermann Pinhammer), Puderbach (Vorsitzender Wilhelm Müller), Waldbreitbach (Vorsitzender: Karl Becker), Asbach (Vorsitzende: Susanne Löhr-Weissenstein) und Altwied (Vorsitzende: Bärbel Jungbluth)
1983 Die Arbeiterwohlfahrt betreibt im Kreis Neuwied Altentagesstätten in Bad Hönningen, Engers, Heimbach-Weis, Feldkirchen, Linz, Niederbieber- Segendorf und Oberbieber sowie Neuwied-Heddesdorf.
1984 Der AWO Kreisverband beginnt im Kreisgebiet ambulante Dienste aufzubauen, und zwar zunächst in Bad Hönningen, Unkel und Linz.
1986 Zum Kreisverband Neuwied  gehören die die Ortsvereine:
Altwied (Vorsitzende: Bärbel Jungbluth), Asbach (Vorsitzende: Erika Ringel), Bad Hönningen (Vorsitzender: Kurt Manke), Block (Vorsitzender: Edmund Thalheimer), Breitscheid (Vorsitzende: Anna Linsler), Dierdorf (Vorsitzender Ulrich Flohr), Engers (Vorsitzender: Hans Trees), Feldkirchen (Vorsitzender Kurt Sager), Gladbach (Vorsitzender: Fredi Winter), Heimbach-Weis (Vorsitzender: Richard Drees), Irlich (Vorsitzender: Stephan Weber), Leubsdorf (Vorsitzende: Maria Winkelbach), Leutesdorf (Vorsitzende: Christel Protz), Linz (Vorsitzende: Edith Plättner), Melsbach (Vorsitzender: Rudi Krobbach), Neuwied (Vorsitzender: Heinz Kentsch),  Niederbieber (Vorsitzender: Otto Hellbrück), Oberbieber (Vorsitzender: Leo Bosch), Puderbach (Vorsitzender: Wilhelm Bröcker), Rheinbreitbach (Vorsitzende: Ute Dehn), Unkel (Vorsitzende: Hans Mönsch), Waldbreitbach (Vorsitzender: Paul Ernemann)
1989 Der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Neuwied wird im Vereinsregister eingetragen.

Der Kreisverband baut einen Psychosozialen Dienst für Menschen mit psychischen Erkrankungen auf. Es folgt die Schaffung der Versorgungseinrichtungen Betreutes Wohnen, Tagesstätte und Kontakt- und Informationsstelle in Neuwied.
1992 Gründung des Betreuungsvereines der Arbeiterwohlfahrt Neuwied.
1993 Der AWO Kreisverband gründet die erste AWO-Sozialstation in Neuwied.
1996 Der AWO Kreisverband übernimmt die Soziotherapie „Alter Bahnhof Kottenheim“, eine stationäre Einrichtung für suchtkranke und wohnungslose Menschen in Kottenheim.
Es folgt die Schaffung von Versorgungsplätzen im Betreuten Wohnen im Landkreis Mayen-Koblenz.
1998 Der Kreisverband übernimmt stationäre Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Bad Marienberg. Es folgt die Schaffung der Versorgungseinrichtungen Betreutes Wohnen und Tagesstätte in den Landkreisen, Westerwald und Rhein-Lahn sowie stationäre und ambulante Versorgungseinrichtungen im Landkreis Altenkirchen.

Die AWO Arbeit gGmbH und die AWO Gemeindepsychiatrie gGmbH werden gegründet.
1999 Eröffnung des Seniorenzentrums „Altes Brauhaus zur Nette“ in Weißenthurm: stationäre und ambulante Versorgungsangebote sowie Betreutes Wohnen. Es folgen zwei Ausbauphasen mit Betten- und Bereichserweiterungen.

Die AWO Suchthilfe gGmbH wird gegründet.
2001 Die AWO Pflege & Senioren gGmbH wird gegründet.
2003 Übernahme der stationären Senioreneinrichtung „Haus Weißer Berg“ in Neuwied-Niederbieber.
2007 Die DISA GmbH wird als Dienstleistungsgesellschaft des Verbandes gegründet.
2008 Die Jugendarbeit des Verbandes wird durch die Einstellung einer Fachkraft professionalisiert.
2009 Gründung der Gesellschaft Mobile Dienste gGmbH zusammen mit dem Schwesterverband AWO Kreisverband Mayen-Koblenz e.V.
2010 Umzug der Geschäftsstelle in die Rheinstraße 35 Neuwied.
2013 Eröffnung der stationären Senioreneinrichtung „Haus Kettig“ in Kettig.
2014 Integration der Firma AWO Arbeit in den AWO Kreisverband Neuwied e.V.
2015 Erneuerung der Vereinsstruktur: Kreiskonferenz wählt ehrenamtliches Präsidium, der Vorstand wird hauptamtlich besetzt
2016 Rückführung der verbandlichen Dienstleistungen von der DISA in den AWO Kreisverband Neuwied e.V.